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Daniel Libeskind kommt nach Datteln

Der New Yorker Stararchitekt hat den Prototyp eines Zinkhauses designed, der auf dem Gelände der Firma Rheinzink gebaut wird. Zum Richtfest im Mai kommt der 62-Jährige, der unter anderem die Architektur des Jüdischen Museums in Berlin schuf, in die Kanalstadt

WAZ Datteln - 07.04.2009

Datteln. Er hat den Freedom Tower auf dem New Yorker World Trade Center-Gelände entworfen, hat dem Jüdischen Museum mit dem Holocaust-Tower in Berlin seine einzigartige Handschrift verliehen, hat das Imperial War Museum North im englischen Manchester und das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück gebaut. Eines der jüngsten Objekte des international renommierten Architekten Daniel Libeskind (62) entsteht zurzeit am nördlichen Rand des Ruhrgebiets: das Empfangsgebäude der Firma Rheinzink, ein „Zinkhaus” der ganz besonderen Art. Das Gebäude basiert auf Nachhaltigkeit – und trägt die unvergleichliche Marke Libeskind.

Der New Yorker Stararchitekt hat das Konzept für dieses Haus in Holzbauweise und dem Werkstoff Zink gemeinsam mit der Firma proportion GmbH entwickelt – und einen Standort für den Prototyp gesucht. Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass Vertreter von proportion bei Rheinzink anklopften und das Gespräch mit Geschäftsführer Ulrich Grillo suchten. Da Rheinzink ohnehin im Begriff war, bauliche Veränderungen vorzunehmen, kam es schnell zur Zusammenarbeit. Im Oktober 2008 war Spatenstich – und am 13. Mai ist Richtfest. Zu den Gästen gehört auch Daniel Libeskind. Der übrigens auch zur Einweihung des Hauses im Oktober kommen will. Und dabei das Unternehmen kennen lernt, dessen Produkt er unter anderem beim Jüdischen Museum in Berlin-Kreuzberg eingesetzt hat.

Bei Rheinzink firmiert das Projekt auch als Investition in die Zukunft – im weitesten Sinne. Denn der Werkstoff Zink ist nach der Schließung des ehemaligen Hauptlieferanten Ruhr-Zink in unmittelbarer Nachbarschaft keineswegs tot. Im Gegenteil. Rheinzink-Sprecherin Mareike Füllner: „Auf Grund der besonders günstigen Werkstoffeigenschaften im Bereich des Energiebedarfs bei der Herstellung, der Lebensdauer, Wartungsfreiheit als auch der problemlosen Wiederverwertung für neue Produkte aus Zink, ist dieser Werkstoff sehr wirtschaftlich und erfüllt alle Anforderungen an das Bauen in der Zukunft.”

Apropos Zukunft: Das Dattelner Unternehmen wird das Gebäude unter anderem für den Empfang von Gästen und Partnern sowie zu Ausstellungszwecken nutzen.

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